Pädagogische Schwerpunkte der FBW

Durchgängige Sprachförderung

Die durchgängige Sprachförderung setzt an den Kompetenzen der SchülerInnen an und ist auf deren stetige Weiterentwicklung gerichtet. Sie ist ein wesentlicher Grundsatz unserer pädagogischen Arbeit. Die Anschlussfähigkeit der erworbenen Bildung, die Fertigkeiten
in der fachbezogenen Kommunikation und die daraus resultierende Sicherheit werden die SchülerInnen in ihrer sozialen Interaktion stärken.

Eigenverantwortliches und individualisiertes Lernen

Die Fähigkeiten und Ressourcen eines jeden Schülers/einer jeden Schülerin werden anerkannt und individuell gefördert: Lernen hat etwas mit mir zu tun! In diesen Prozess werden die Eltern mit einbezogen und in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt. Pädagogische Fachkräfte verstehen sich als LernpartnerInnen. Sie begleiten die SchülerInnen bei der Erforschung und Entwicklung der eigenen Fähigkeiten und Interessen und erarbeiten mit ihnen individuelle Förderpläne und Berufsziele.

Berufliche Orientierung

Über die gesamte Schulzeit werden im Schulalltag Möglichkeiten geschaffen, praktische Erfahrungen in verschiedenen Berufssparten zu erwerben: Es werden konkrete Berufswegepläne erstellt, individuelle Kompetenzen gestärkt und Kontakte zu Unternehmen und Universitäten geknüpft. Die SchülerInnen finden Gesprächspartner und Begleiter.
Lernen macht Spaß - Vertrauen verkürzt den Weg!

Demokratische Schulkultur

Die Lernkultur basiert auf gegenseitigem Respekt, Akzeptanz und Wertschätzung aller Schulakteure. Zudem ist sie auf das gemeinsame Ziel des bestmöglichen Schulabschlusses und einer Anschlussperspektive für alle SchülerInnen ausgerichtet. In unserer Schule werden Gestaltungsprozesse partizipativ angelegt. Sowohl in den Schulgestaltungsprojekten, bei der Planung der Projektwochen, in der Organisation
des Lernalltags können sie mitgestalten und mitentscheiden.
Dabei erleben sie alle Formen demokratischer Entscheidungsprozesse:
Unzufriedenheiten benennen, Probleme identifizieren, Lösungsvarianten finden, Machbarkeiten prüfen, Argumente erarbeiten, auf Schutz von Minderheiten achten, Mehrheitsentscheidungen treffen und akzeptieren.

Elternschule

Die Freie Bürgerschule Wedding ist für SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern ein Ort des Lernens und der Auseinandersetzung. Die Bürgerschule richtet sich nicht vornehmlich an 'bildungsnahe' Familien. Der Elternarbeit und dem Aufbau von Identifikation mit der
Schule seitens der Eltern kommt daher eine entscheidende Rolle zu.
Zentraler Inhalt der Elternschule ist der Austausch über Schule, Bildung und Erziehung. Zentrales Motiv ist die Identifikation der Eltern mit der Freien Bürgerschule Wedding.

Bürgerschaftliches Engagement

Die Schule ist ein gemeinsamer Lern- und Lebensort im Stadtteil. Die Räume können außerhalb der Schulzeit von Gruppen im Stadtteil genutzt werden. Zudem finden dort Treffen der Bürgerplattform statt. Die Schule hat dadurch enge Beziehungen zum sozialräumlichen Umfeld. Zusammen wird Verantwortung für den Stadtteil und seine Bewohnerschaft entwickelt und übernommen. Dies geschieht vor allem durch die mögliche Mitwirkung der LehrerInnen und SchülerInnen an Aktivitäten der Bürgerplattform und deren Mitgliedsgruppen. Bürgerschaftliches Engagement ist Querschnittsthema, kann in verschiedenen Unterrichtsfächern behandelt werden
und hilft den SchülerInnen immer wieder dabei, die Verbindung zu den Themen Mitgestaltung und Mitbestimmung in ihrem Stadtteil herzustellen. Ein Austausch mit demokratischen Schulen Deutschlands sowie mit Schulen in London, die Mitgliedsgruppen in den Bürgerplattformen von Citizens UK sind, ist fester Bestandteil des Schulprogramms.

Interkulturelle Kompetenz / Diversity Management

In allen bisher genannten Bereichen besteht als Querschnittsaufgabe die Sensibilisierung für und die Ausweitung von Diversity und interkulturellen Kompetenzen. Diese Herausforderung umfasst explizit alle am Schulgeschehen beteiligten Menschen. Ohne die einzelnen Menschen schablonenartig auf ihre kulturellen oder sozialen Hintergründe
zu reduzieren, werden unterschiedliche Umgangsformen und Haltungen respektvoll geachtet. Dazu wird es Arbeitsgemeinschaften geben, die von Eltern, Gruppenvertretern der Bürgerplattform oder anderen Ehrenamtlichen mitgestaltet werden.